15. Januar, Strahan, Cradle Mountain, Sheffield und Launceston

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Das Herz von Tasmanien wartet, der Cradle Mountain Nationalpark,  hier beginnt auch der Overland Track. Alles dreht sich in Tasmanien um dieses Gebiet mit wunderbaren Bergen, tief blauen Seen und Tieren, die es nur in Australien  gibt. Zunächst warten wir jedoch auf unsere 4 rädrige  Konservendose. Als sich die Tür des Busses öffnet, weht uns der alt bekannte Gewahrsamszellen-Geruch entgegen, Alkoholausdünstung und der Duft von lang getragenen Kleidungsstücken  (wir sind halt mit Rucksack – Touristen unterwegs). Nach einer halben  Stunde ist man eins mit dem Pumakäfig und freut sich nur n
och auf Marions Lockout. Am Dove Lake, der See soll mit viel Phantasie die Form einer Taube haben, werden wir rausgelassen und in 2 Gruppen  aufgeteilt, eine Gruppe darf um den See gehen, die andere auf den Aussichtspunkt. Westy sagt“Ihr habt 2 Stunden und 15 Minuten  Zeit, los jetzt, die Uhr tickt !“

Wir geben Gas und erreichen schon nach 45 Minuten den Aussichtspunkt und genießen,
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unser Sandwich mampfend, die Berge und die Seen. Beim Abstieg  entscheiden wir uns für den längeren Weg am Wombat Pool vorbei, ausser  deren Exkrementen sehen wir keinen von den Fellknäueln. Pünktlich am Bus sind nur 6 von 24 und so können  wir erst mit einer halben Stunde Verspätung  abfahren. Am Straßenrand wird ein Ameisenigel erspäht und der Busfahrer geht in die Eisen. Wir stehen mit gezückten Kameras um das verängstigte Tier rum und es versucht verzweifelt sich einzugraben. Unschlüssig wo jetzt Kopf und Hinterteil ist, machen wir halt Fotos von einem stacheligen Rücken und lassen ihn wieder in Ruhe.
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Während der Fahrt läuft die Roadkill Competition (ein perverser Schätzwettbewerb, wieviele überfahrene Tiere wir auf unserer Tour zählen ) kurz hinter Sheffield steht die Zahl bei 90, nur an diesem Tag wohlgemerkt ). Die meisten haben  sich bis dahin schon völlig verschätzt.

Sheffield hat sich als Kleinstadt einen Namen gemacht, indem die Bewohner  ihre Häuser bemalt haben und daneben mit kleinen  Tafeln die Geschichte zu dem Gemälde  erklärt haben. Wir kaufen  Kaffee  und Kirschen, was für eine  Kombination.
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Unser nächster Halt ist eine Käsefabrik und ich verliebe mich in Claus, er schmeckt aber auch zu lecker und ihn gibt es sogar im Kühlregal zum Mitnehmen.

Westy verfährt sich kurz vor Launceston und bringt damit meinen Zeitplan  durcheinander.  Ich hatte mir ausgerechnet noch mit dem Sessellift über die tolle Schlucht von Launceston  zu fahren, aber das habe ich mir mit dem Blick auf die Uhr schon abgeschminkt. Endlich  im schönen Hotel, ganz im englischen  Stil (erinnerte mich total an unser Bed and Breakfast in Veere) eingecheckt, sitzen wir schon wieder im Taxi. Wie im schlechten Film fährt der Fahrer uns 500m bis zur Schlucht, um uns dann im großen  Bogen am anderen Ende der Schlucht abzusetzen, hä ?

Die Schlucht ist wirklich besonders, in einem aufgestauten Becken baden die Menschen und dahinter gibt es auch noch ein richtiges Schwimmbad, eine extrem  schwingende Hängebrücke führt über die Schlucht und der Weg ist zu beiden Seiten der Schluchtwände angebracht. Faszinierend ist das hier, Pfaue und Wallabies sind in dem liebevoll gestalteten Garten an der Schlucht fast handzahm.
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Bei Sonnenuntergang liegen wir im Himmelbett und wundern uns über die Hitze unter der Bettdecke. Irgendjemand hatte vergessen die elektrische Heizdecke auszuschalten.

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